England, Schottland 2009

Daten: 25.Mai 2009 bis 08. Juli 2009.

Anreise via Deutschland(Ost) nach Calais: 2100 Km,
Reise England, Schottland: 3300 Km,
Rückreise ab Calais: 900Km, Total: 6300Km.

Unsere diesjährige Sommerreise führte uns nach England. Zum Start der Reise machten wir zuerst eine Woche Thermalbad-Ferien in Bad Waldsee. Dann trafen wir uns in Bad Kissingen mit unseren Freunden vom Ischbäre Töffclub. Zusammen machten wir von hier aus eine wunderbare Tour durch das Fichtelgebirge, nach Dresden und Leipzig.
Von Leipzig aus fuhren wir dann Quer durch Deutschland, Holland und Belgien nach Calais in Frankreich.
Am Montag, 8. Juni 2009 starteten wir mit der Fähre nach Dover England. Da man in England auf der linken Strassenseite fährt, wählten wir für unsere Reise den Weg linksherum gemäss der nebenstehenden Karte. Am Montag, 6.Juli brachte uns die Fähre nach 4 wunderschönen Wochen in England und Schottland wieder nach Calais in Frankreich zurück. In 3 Tagen reisten wir von Calais wieder nach Hause zurück.

Die Bilder von unserer Reise sind auf der

Reiseplanung, Navigation:

Für die Reiseplanung und Navigation benutzte ich folgende Mittel:
- Buch mit dem Wohnmobil nach England Band 46 ISBN 978-3-939789-46-8
- Buch mit dem Wohnmobil nach Schottland Band 33 ISBN 978-3-939789-33-8
- Karte Michelin 713 National Grossbritannien, Irland 1:1'000'000
- Grosser ADAC ReisePlaner 2008 2009 (Programm auf dem Laptop)
- GPS: Garmin Nüvi 660

Um auf den Linksverkehr vorbereitet zu sein, montierte ich einen nach links zeigenden roten Pfeil <- an die Windschutzscheibe (gemäss dem Typ im Buch mit dem Wohnmobil nach England). Dieser Pfeil hat mir auf der ganzen Englandtour (besonders am Morgen) viel Sicherheit gegeben.

Mit den beiden Wohnmobil-Büchern waren wir sehr zufrieden. Die Michelinkarte hat uns gute Dienste geleistet. Der Massstab war etwas gross, für eine nächste Reise würde ich je eine separate Karte für England und Schottland kaufen.
Der ADAC Reiseplaner hat uns sehr gute Dienste geleistet. Insbesondere die Suchmöglichkeiten und Typs für Stellplätze, Campingplätze und Sehenswürdigkeiten, haben uns sehr geholfen.
Mit dem GPS Nüvi war ich nur bedingt zufrieden. Das Nüvi berechnet meistens den kürzesten Weg, (auch bei der Einstellung schnellster Weg) man wird dann durch schmalste (neben-) Strassen geführt, obwohl eine breite und auch schnellere Route vorhanden ist.

Strassenverkehr in England und Schottland:

Die Engländer fahren (meistens) rücksichtsvoller als die Kontinental-Europäer.
Das Fahren auf der linken Seite war ersten Kilometern (Meilen) gewöhnungsbedürftig. Dank dem roten Pfeil <- hatte ich aber immer ein gutes Gefühl.
Ausserdem ist auf den Strassen rund um Dover mehrmals "links fahren" (auch in Deutsch) gemalt.
Die Kreisel werden natürlich auch linksherum befahren, das hat mit linksgesteuerten Fahrzeugen den Nachteil, dass man einen grossen "toten Winkel" hat, das ist besonders bei Doppelkreiseln sehr unangenehm.
Als Fussgänger muss man besonders beim überqueren der Strasse sehr aufpassen, die Autos kommen auf der "Falschen" Seite. Das ist besonders auf dem Land, mit sehr hohen Hecken bis an den Strassenrand, sehr gefährlich.

Reisebeschreibung:

Schon vom Calais konnten wir die 100m hohen Kreidefelsen von Dover sehen. Auf der Fähre wurden sie dann immer imposanter. Von Dover führte die Reise (auf der linken Seite) in Richtung Westen.
Auf unserem Weg nach Westen haben wir sehr viele schöne, riesige Gutshöfe (Rosamunde Pilcher Filme) gesehen. Da hatte es Kornfeder, Wälder, Steppen, Pferde, Kühe diverser Rassen und Schafe usw. Die Landschaft ist relativ hügelig mit teilweise schroffen Felsen. Es hat sehr viele wunderschöne Städte und Dörfer in dieser Gegend.
Am südwestlichen Ende fanden wir wunderschöne, kilometerlange Strände.
Einen Regentag nutzten wir zur Fahrt nach Norden. In Liverpool war wieder blauer Himmel. Wir besuchten neben dem üblichen Stadtrundgang hier die Beatles Story. Liverpool ist die Heimat der Popgruppe »The Beatles«, die zwischen 1961 und 1970 ihren Erfolgszug durch die Welt antrat. Im Museum »The Beatles Story« (im Albert Dock) kann man sich von der fantastischen Geschichte John Lennons, Paul McCartneys, George Harrisons und Ringo Starrs überzeugen.
Von Liverpool führte die Reise weiter nach Glasgow (Schottland) und weiter über nun bergige Strassen nach Fort William. Von Fort William wollten wir eigentlich auf die Insel Skye fahren. Wegen sehr schlechtem Wetter (Regen), führen wir darum entlang des Great Glen, einem grossen Grabens, der die Highlands von Nordosten nach Südwesten durchschneidet nach Inverness. Das berühmte Loch Ness (Nessi) ist Teil dieses Grabens.
Bei Inverness konnten wir am Abend viele Delphine bei der Jagt nach Fischen beobachten, ein herrliches Schauspiel.
Von Inverness führte unsere Route, via den Pass of Drumochter, durch das schottische Highland nach Edinburgh.
Edinburgh ist mit rund 500 000 Einwohnern nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands. Edinburgh gilt als eine der schönsten und touristisch attraktivsten Städte Europas. Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt das Edinburgh Castle. Direkt vor dem Schloss, auf der so genannten Esplanade, findet seit 1950 jährlich im August das größte Musikfestival Schottlands, das Edinburgh Military Tattoo statt. Vom Schloss hat man auch eine herrliche Aussicht über die Stadt.
Im Hafen von Leith, am sogenannten Ocean Terminal, besuchten wir die ehemalige königliche Yacht Britannia. Mehr als 40 Jahre lang (auf 968 offiziellen Reisen) stand die Britannia im Dienst der königlichen Familie. Könige und Königinnen, Staatschefs und Präsidenten, sie alle waren auf der Yacht zu Gast. Auf einem Rundgang über die Ober- und Unterdecks konnten wir das Leben auf der Yacht nachempfinden. Besonders inponiert haben uns der prachtvolle staatlichen Speisesaal, die Schlafzimmer der Königsfamilie und die riesige Waschküche. (Der Kapitän musste sich 12 mal pro Tag umziehen).
Von Edinburgh führte die Reise weiter via Berwick, Bamburg (riesiges Schloss mit wunderschöner Porzellansammlung) nach Broomhill. Auf der ganzen Ostküste fanden wir wunderschöne Sandstrände (Kilometerlang) mit feinstem sauberem Sand. In Waddington machten wir einen Halt bei der dortigen Airbase. Die CH-Luftwaffe trainierte hier Ueberschallflüge mit Mirage, Tiger und F/A 18. Bei King's Lynn besuchten wir das Sommerschloss der Königin (Sandringham House). Die Engländer ticken andersrum, so bewohnt die Königin das Schloss über Weihnachten bis Ende Januar. Das Schloss kann besichtigt werden mit den verschiedenen Ausstellungen (Uhr, Waffen, Jagt, Autos, Park usw) ist es wirklich sehenswert.
In Lode Salters Lode bei Downham Market übernachteten wir an einem der vielen Kanäle. Es war sehr interressant den Urlauberbooten und dem Schleusenbetrieb zuzuschauen.
In Duxford besuchten wir das Imperial War Museum. In 7 riesigen Hallen sind alte und neuere Flugzeuge ausgestellt. In einer speziellen Halle sind berümte USA Kriegsflugzeuge ausgestellt so zB: B-17 Flying Fortress, B-24 Liberator, B-25 Mitchell, P-47 Thunderbolt, B-52 Stratofortress, SR-71 Blackbird, F-4 Phantom, U2, F-15 usw.
In einigen Hallen kann man die Wiederherstellung alter Flugzeuge mitverfolgen. In einer anderen Halle ist neben andern zivilen Flugzeugen der Prototyp P001 der Concorde ausgestellt.
Auf der Piste gab es neben dem normalen Flugbetrieb (unter anderem eine PC-12 aus der Schweiz!!) Vorfürungen von Kriegsflugzeugen unteranderem mit Spitfire, Mustang und Messerschmitt.
Mit einem grossen Bogen um London erreichten wir wieder Dover, bis zur Rückfahrt mit der Fähre machten wir noch eine ausgedehnte Wanderung über den Kreidefelsen.
Die Reise hat uns sehr gefallen. Wir hatten (unerwartet) mehrheitlich schönes Wetter. Wir möchten wiedermal zurückkommen.

Für Bilder von unserer Reise, Diashow herunterladen.

Die Bilder von unserer Reise sind auf der



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