Mirage III S   J-2313

Update: 15.01.2012
Webmaster:
Hans Burkard

News: Mirage vom Winde verweht!!!!

In der Nacht zum 6. Januar 2011 wurde die (4.1 Tonnen schwere) Mirage von einer heftigen Windböe erfasst (Sturm "Andrea"). Dabei wurden die Haltebolzen aus den hinteren Stützpfosten gerissen. Die Mirage liegt nun mit einer Flügelspitze am Boden. Die vordere Halterung am Stützpfosten hat zum Glück gehalten.
Bis jetzt festgestellte Schäden:
Flügel links verbogen, äusseres Elevon links verbogen, Rumpf hinten beschädigt.

Wir werden versuchen die Mirage wieder in die ursprüngliche Position zu bringen.



Wiederstellen am 11. Januar 2012:



Der Kranwagen ist da.


Vorbereitungen zum Aufhängen. .


Bereit zum Abheben.


Am Abheben.


Alles ok?


Die Stütze hinten links klemmt. Wir brauchen einen zweiten Kran und einen Hubstapler.


Die beiden Kranführer und der Stapelfahrer arbeiten gut zusammen..


Alle Stützen sind frei.


Vordere Stütze einhängen.


Positionieren für hintere Stützen.


Stütze hinten links wird eingehängt.


Wieder auf "eigenen Beinen".


Danke Hugo.


Nun ist der Spengler gefragt. (Bei wärmerem Wetter!!!).


Die Siwa ist bereits repariert!
Danke Sepp.

Weitere News folgen...





Geschichte der Mirage auf dem Flugplatz Buochs:

Abschied von der Mirage III S:
Ende 1999 wurden die letzten Mirage III S ausgemustert. Dadurch verschwand leider auch der wohl eleganteste Flieger der schweizer Luftwaffe aus dem helvetischen Luftraum. Von den ursprünglich beschafften 36 Maschinen, die seit 1966 im Dienst standen, wurden die noch fliegenden 29 Stück auf Ende 1999 ausgemustert.
Am 22. Oktober 1999 fand in Buochs (am WK-Ende) ein Abschiedsmeeting, mit etwa 15'000 Zuschauern statt.
12 Mirage in Formation über Buochs
Mirage Fachstelle Buochs:
Der Flugplatz Buochs war Fachstelle für das Flugzeug Mirage. In der Fachstelle wurden alle periodischen Wartungen, Modifikationen und aufwendigen Reparaturen durchgeführt.
Auch alle Geräte (Triebwerk, Mechanik, Hydraulik, Avionik, Lenkwaffen usw.) wurden bei uns gewartet, repariert und modifiziert.
Viele von uns waren stolz, an diesem wunderschönen Flugzeug zu arbeiten.







Periodischer Unterhalt in der Halle 1 in Buochs.
(Die Halle 1 ist die heutige Halle 10 der Pilatus Aircraft)



J-2313:
Einige Mitarbeiter der Fachstelle Buochs versuchten, ein Flugzeug als Austellungsobjekt für den Flugplatz Buochs zu bekommen. Nach einem Gesuch schenkte uns das VBS die Mirage J-2313.






Das Flugzeug konnte bei der Halle 2 in Buochs aufgestellt werden.
Das Flugzeug ist mit original Lenkwaffen
(Siwa und Falco) ausgerüstet.







Das

wird versuchen das Flugzeug möglichst lang in gutem Zustand zu halten.










Unsere Mirage vor einem Einsatz in Waddington RAF, England
am 9.6.1995.






Unsere Mirage wird bereits als Hindergrund für Werbeaufnahmen, hier mit DJ Bobo und SUBARU benützt. Bild: Schweizer Illustrierte Nr. 9 vom 28.Februar 2005.






Unsere Mirage noch Original:
(Keine Vorflügel,
ohne Tarnfarbe usw.)
am 26.8.1983.

Die original Mirage war mit einer Luft-Boden Lenkwaffe Noras ausgerüstet. Die Noras Lenkwaffe hatte bereits eine (für die damalige Zeit) revolutionäre Schubvektor Steuerung! Mittels eines speziellen Steuerknüppels konnte der Pilot die Lenkwaffe ins Ziel steuern. (Vergleichbar mit einer Modellflug- Fernsteuerung). Die Norasanlage wurde beim Einbau des Radarwarnsystems aus Platzgründen ausgebaut.
Das Bild zeigt Pilot Ueli Aeschlimann mit "seiner" Noraslenkwaffe vor dem erfolgreichen Einsatz in Vidsel in Schweden.

Cockpit J-2313:


"Putzaktion" am 10.April 2008



Technische Daten Mirage III S:
Länge: 15.27 m
Spannweite: 8.22 m
Höhe: 4.50 m
Triebwerk: ATAR 09 C-3
Steigleistung: 66.0 m/s
Max. Machzahl: 2.0
Geschwindigkeit: Ve = 2400 km/h
Standschub 4200 daN
Standschub mit Nachbrenner: 5900 daN
Flugdauer: 1 Std
Einsatzhöhe: 23'000 m ü. M
Reichweite: 1200 km
Rüstgewicht: 6740 kg
Zuladung: 5260 kg
Max. Abflugmasse: 12'000 kg

Avionik und Bewaffnung:

Das Flugzeug Mirage war für die damalige Zeit mit einer hervorragenden Avionik und Bewaffnung ausgestattet.
Einige Avioniksysteme:

- Taktisches Radar- und Navigationssystem (TARAN).

- mit Radar für:
- Luft-Luft und Luft-Boden.
- mit Waffenrechner für:
- Allwettertaugliche Luft-Luft Lenkwaffe (Falcon). (Radargesteuert).
- Infrarot Luft-Luft Lenkwaffe (Siwa).
- Bordkanonen.
- Luft-Boden Lenkwaffe (Noras). (Später ausgebaut).
- mit Navigationsrechner und Kartenprojektor.

- Freund-Feind Erkennungssystem (FFE).

- VHF und UHF Funk.

- Air Data Computer.

- Plattform (mit Pitch- Roll- und Kursanzeige auf nur einem Instrument (Kugel)).

- Elektronisch/Hydraulische Flugsteuerung mit:

- Pitch- und Yaw-Dämpfer.
- Automatische Lagehaltung/Trimmung. Automatische Höhen- und Kurshaltung.

- Radarwarnsystem (RWS). (Später eingebaut).

- Radar und Infrarot Abwehrsystem. (Chaff und Flare). (Später eingebaut).



Nachfolgend eine Beschreibung der Mirage aus der Sicht eines Mirage-Piloten.
Major Markus Zürcher, letzter Kommandant der Fliegerstaffel 10, verhehlt seinen Unmut über das vorzeitige Ende der Mirage IIIRS nicht: "Wir alle können es nicht verstehen, dass man gerade heute auf das schnelle und taktische Aufklärungsmittel einer Mirage verzichtet. Eine Drohne ersetzt unsere Missionen nicht."
Wenn er über die Mirage spricht, funkeln seine Augen:
"Es war mein Kindheitstraum, einmal Militärjets zu fliegen. Und die Mirage ist etwas Besonderes. Da sitzt man wie auf der Spitze einer Rakete, man sieht die Flügel nicht, nur die Canards. In einer Mirage zieht der Pilot das Flugzeug richtiggehend an.
Obwohl über 30 Jahre alt, sie ist bereits mit Fly-by-wire ausgerüstet und verfügt über einen zuverlässigen Autopiloten. Und bei einem Föhnsturm holpert es im Tiefflug nicht, da spürt man den Nutzen des Deltaflügels. Selbst im Endanflug sind wir immer noch 340 km/h schnell, das ist schon etwas Einzigartiges."





Nidwaldner Mirage-Nacht vom 26. / 27. März 2007
Unser Team konnte im Auftrag von Herrn Max Ammann den Transport der beiden Mirage III RS von der Halle 3 zum Mirage-Center in Stans begleiten. Nochfolgend einige Bilder vom Transport.


Rollout vor der Halle 3.

Auf der Autobahn mit 20 Km/h.
Black und White am neuen Standort

Herr Ammann ist zufrieden.

Vor dem (hervorragenden) Morgenessen ein Peifchen!



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