Nordkap-Reise 2006.

Nach zwei Skandinavien Reisen bis zum Polarkreis (2001 und 2004), wollten wir in diesem Jahr, das Traumziel aller richtigen Wohnmobilfahrer, das Nordkap ansteuern. Die Strassendistanz von der Schweiz zum Nordkap beträgt etwa 4000Km. Das Nordkap ist der nördlichste per Strasse erreichbare Punkt Europas.
Die Reise dauerte 55 Tage, für die zurückgelegten 8500Km ergibt das einen Tagesdurchschnitt von 155Km. Wir wollten die Reise vor der Hauptreisezeit machen, weil wir so den grossen Touristenkolonnen ausweichen konnten. Das ist uns sehr gut gelungen, am Nordkap waren etwa 8 Wohnmobile, in der Ferienzeit stehen am Nordkap mehrere hundert Wohnmobile zum Übernachten.
Wir haben alle Wetterarten erlebt, von leichtem Schneefall (kein Schnee auf der Strasse) über Regen, Nebel bis 24 Stunden Sonne am Tag (Hammerfest).
Die Höhepunkte unserer Reise waren sehr vielfältig. Besonders beeindruckt hat uns einmal mehr die grosse Freundlichkeit der Nordländer gegenüber uns Touristen. Im Norden haben uns besonders die wunderbaren Fjorde und die Fahrten über die Pässe beeindruckt. Was bei uns in der Schweiz etwa 2000m Höhendifferenz braucht, (Gras, Wald, Waldgrenze, Felsen mit Alpenblumen) passiert hier auf etwa 500m. Je weiter man in Richtung Norden kommt, findet man wenig bis gar keine Bäume mehr. Kleine Blumen haben wir aber auch zwischen den Nordkap-Felsen gefunden.
Etwa einen Monat hatten wir 24 Stunden pro Tag keine Dunkelheit. Die Mitternachtssonne haben wir in Hammerfest in einer wunderschönen Nacht erlebt. Am Nordkap war die Mitternachtssonne wegen Nebel und Wolken nicht sichtbar.
Auf dem Heimweg besuchten wir unsere schwedischen Freunde Bibbi und Gösta Göras in Vidsel (am Polarkreis, in Schweden). Mit ihnen zusammen haben wir 12 schöne und interessante Tage in Vidsel und Umgebung verbracht.

Das Nordkap

Die Rückreise durch Mittelschweden (Strasse Nr. 45) war sehr schön, wenig aber nach Süden zunehmender Verkehr, schöne Orte, schnurgerade Strassenstücke (bis 20 Km), Wälder und blaue Seen.
In der Provinz Dalarna in Mittelschweden übernachteten wir auf "unserem" Privatstellplatz vor dem Sommerhaus von Gösta Göras in Ostbjörka. Spontan wurden wir von Göstas Brüdern Lennard und Leif und ihren Frauen zum Nachtessen und zur Mitsommerfeier eingeladen. Alle Göras Brüder sind sehr gute Musiker, besonders Leif ist einer der besten Volksmusiker Schwedens. Die Mitsommerfeier ist geprägt durch viel Volksmusik und das stellen des Mitsommerbaums. Die Violine ist in der schwedischen Volksmusik das Hauptinstrument. Das aus Internetberichten bekannte "Mitsommersaufen" ist hier auf dem Lande in Ostbjörka praktisch nicht vorhanden.
In Kopenhaven machten wir den letzten längeren Stop. Die Altstadt ist wie Venedig an Kanälen angelegt. Die Stadtbesichtigung kann man dadurch bequem vom Schiff aus machen. Kopenhagen hat uns sehr begeistert.
Leider hatte meine Kamera zeitweise einen Speicherkartenfehler, dadurch sind einige Bilder verloren gegangen (Oslo, Kopenhagen, Lillehammer usw.).

Weitere Bilder von unserer Reise sind auf unserer Diashow.

Die Bilder von unserer Reise sind auf der





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